Müchner Weißwurstfrühstück

Sind einmal Gäste in der Stadt, dann ist es ein großes Vergnügen beim Augustiner Bräu, der angeblich ältesten Brauerei Münchens, vorbeizuschauen, um ein paar echte Münchner Weißwürste zu “zuzeln”. Der Verzehr von Weißwürsten, süßem Senf, Brezen und Weißbier um zehn Uhr in der Früh ist zwar gewöhnungsbedürftig, hat aber seinen besonderen Charme. Die Münchner Weißwurst ist ja auch, so titelte einmal eine deutsche Tageszeitung, “weniger Nahrungsmittel als sinnstiftendes Element bayerischer Andersartigkeit”.

Da schaut man auch gerne darüber hinweg, dass die Wurst unter anderem aus gegartem Kalbskopffleisch und Schweinedarm, besteht. Der Darm wird aber üblicherweise nicht mit gegessen. Eine nette Anekdote, die mir neu war und auf die man stößt, wenn man im Netz Informationen zum Thema “Weißwurst” sucht, ist die Bezeichnung “Weißwurstäquator” für die gedachte Kulturgrenze zwischen Bayern und dem Rest Deutschlands. Der Weißwurstäquator orientiert sich dabei an der Verbreitung der Münchner Weißwurst und wird oft mit dem 49. Breitengrad gleichgesetzt.