Jakobsmuscheln mit Rosinen-Kapern-Sauce

Es gibt einen Foodblog, den ich besonders schätze, weil ich dort immer Rezepte finde, die zwar alltagstauglich, aber dennoch, was die Handwerklichkeit angeht, sehr hochwertig und ausgeklügelt sind: auf Highfoodality ist das kein Widerspruch. Dort habe ich auch ein Rezept gefunden, das ich spontan ausprobiert habe: Jakobsmuscheln mit Blumenkohl und Rosinen-Kapern-Sauce. Der Blumenkohl, wie er im Rezept verwendet wird, war leider aus, doch das Besondere an diesem Rezept ist offensichtlich die etwas ungewöhnliche Verbindung von Kapern und Rosinen.

Jakobsmuschel mit Kapern-Rosinen-Sauce

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Scharf und schneidig: Der Messerschleifer mit Keramikrollen von Victorinox

Sponsored Post. Schon seit Längerem habe ich so meine Schwierigkeiten mit der Schärfe meiner Küchenmesser. Dabei ist die Schärfe bei der Zubereitung vieler Gerichte eine wichtige Grundvoraussetzung. So zum Beispiel beim Filetieren von Fischen. Ohne ein scharfes Messer kann das Unterfangen schnell missglücken. Ich habe zwar immer einen stabförmigen Abziehstahl parat, doch die Handhabung, die in vielen YouTube-Videos erklärt wird, finde ich recht umständlich und langwierig. Da trifft es sich also gut, dass mir nun ein Messerschärfer mit Keramikrollen zum Produkttest angeboten wurde, der sehr einfach zu handhaben ist.

Messerschleifer mit Keramikrollen - von vorne

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Ein Hauch von Wald: Halbgefrorenes von der Kiefer

Vor Kurzem habe ich ein Interview mit dem Schweizer Foodscout Dominik Flammer zu dessen neu erschienenem Buch “Das kulinarische Erbe der Alpen – Das Kochbuch” geführt (wird hier in Kürze veröffentlicht). Es handelt sich dabei um den Folgeband zum Buch “Das kulinarische Erbe der Alpen”, das ich bereits im vergangenen April hier vorgestellt habe. Ein Rezept aus diesem neuen Kochbuch hat mein Interesse in besonderer Weise geweckt: Das Halbgefrorene von der Lärche, der Fichte und der Latsche. In München habe ich in einem Spezialgeschäft, dem legendären “Kräuter- und Wurzelsepp“, 200 g Kiefernsprossen für mein etwas abgewandeltes Halbgefrorenes von der Kiefer gekauft.

Kiefernsprossen

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Ein neues Verständnis von Bier

Vom 21. bis 23. Februar fand in München die dritte Braukunst Live! statt. Ich habe der Messe einen Besuch abgestattet und dort ein kurzes Gespräch mit dem Veranstalter Frank Böer über die Braukunstszene geführt.

Gute Gabeln: Herr Böer, seit der letzten Braukunst Live! im vergangenen Jahr konnten Sie einen Besucheranstieg von rund 60 Prozent verzeichnen. Das ist allerhand. Wie erklären Sie sich dieses rege Interesse am Thema Braukunst?

Braukunst Live!

BRAUKUNST LIVE!/ Mette Photography

Frank Böer: Diese Zahlen sind klarer ein Indikator dafür, dass das Thema beim Publikum sehr gut angenommen wird. Die Leute erkennen, was wir hier inszenieren, nämlich dass Bier etwas Junges ist, etwas Internationales, etwas sehr Kreatives, etwas Innovatives – bei aller Tradition – und dass rund um das vermeintlich so bekannte Thema Bier augenblicklich eine große Aufbruchstimmung herrscht, hier in Deutschland und in Bayern. Das demonstrieren und inszenieren wir bei der Braukunst Live!. Und das verstehen die Leute. Deshalb gehen wir hier durch die Decke. Continue Reading

Schokoladensalami alla bolognese

Schokoladensalami – nein, das ist keine Schweinerei wie etwa die Sanguinaccio dolce aus der italienischen Basilikata, eine Schokoladencreme, die mit frischem Schweineblut aromatisiert wird. Schokoladensalami oder auch Salame al cioccolato habe ich letztes Jahr in Bologna gegessen. Dort gilt sie als lokale Spezialität und wird in nahezu jeder Konditorei angeboten. Mit einer Salami hat sie höchstens ihre Form gemein. Weil mich diese Woche die Italiensehnsucht packte und ich jemandem eine kleine Freude bereiten wollte, habe ich mich an der Bologneser Schokoladensalami versucht. 

Schokoladensalami1

Zunächst zerbröselt man ca. 300 g Butterkekse. Dann lässt man 150 g Butter schmelzen (Zimmertemperatur). Dann werden 200 g Bitterschokolade oder Kuvertüre im Wasserbad erhitzt. Die weiche Butter wird nun mit 100 g Zucker zu einer Creme verrührt. Continue Reading

Frühstückseier nach Berge- und Meerart

Die Kombination von Fisch oder Meeresfrüchten mit Fleisch ist in vielen Ländern beliebt und steht dort weit oben auf dem Speiseplan. In den USA wird das Auftischen von Hummern mit Steak etwa “Surf ‘n’ Turf” genannt, in Spanien ist “Mar y montaña” (“Berge und Meer”), wie etwa ein Gericht aus Hühnchen mit Garnelen, sehr beliebt. Um diese geschmackliche Verbindung auszutesten, habe ich meine sonntagmorgenlichen Frühstückseier mal ein wenig aufgepeppt. Im Grund ist dieser Frühstücksteller eine Erweiterung von Pete Evans “weich gekochtem Ei mit Lachskaviar“.

Eier im Glas à la Surf 'n' Turf

Man schält ein wachsweich gekochtes (ca. 6,5 Minten) Ei, gibt es in ein Glas und schneidet es leicht an. Dann gibt man etwas Hummer- oder Krebsbutter hinzu, eine ausgekochte Mischung aus Butter und den zerstoßenen Schalen der Krustentiere. Und dann fügt man dem Ganzen noch etwas gebratenen Speck oder gebratene Wurst (wie zum Beispiel spanische Chorizo) hinzu. Das Ganze lässt sich noch mit Kräuterquark oder Frühlingszwiebeln toppen. Continue Reading

Grüne Pannacotta

Bei der Pannacotta handelt es sich um ein sehr einfaches, italienisches Dessert, nämlich schlicht und ergreifend um gezuckerte und mit Vanille aufgekochte (cotta) Sahne (panna). Obwohl das Rezept sehr einfach ist, bedarf es einiger versierter Kniffe, um die Pannacotta perfekt zu machen. Und wenn man das Einmaleins der Pannacotta beherrscht, dann kann man sich getrost anschicken, einmal neue Varianten auszuprobieren, frei der dalai-lama’schen Maxime: “Lerne die Regeln gut, damit Du sie richtig brechen kannst.”

Grünteepulver

In diesem Sinne habe ich mich kürzlich an eine Pannacotta gewagt, die ich mit Kokosmilch anstelle von Sahne gekocht habe. Und: Vor einiger Zeit war ich in einem bayerisch-japanischen Restaurant in München essen und habe dort eine Matcha-Pannacotta probiert. Continue Reading

Kürbiskernparfait: Wie im Himmel, so auf Erden

Wenn es einen Himmel gibt, dann gibt es dort sicherlich auch: Kürbiskernparfait. Erst vor kurzem habe ich, auf Heimatbesuch im Schwäbischen, dieses Dessert auf der Speisekarte einer gutbürgerlichen, soliden Gaststätte gesehen. Der Bauch war schon voll, deshalb musste ich passen, doch das Interesse an der Gattung des Halbgefrorenen (Parfait) war geweckt. Im Internet klaubte ich mir alle Informationen zu Zutaten und Zubereitung zusammen und legte los.

Kürbiskernkrokant

Halbgefrorenes unterscheidet sich von herkömmlichem Eis dadurch, dass es nicht in der Eismaschine hergestellt wird. Für dieses Parfait habe ich eine Handvoll Kürbiskerne genommen (ca. 100 g, man kann die Kürbiskerne aber auch durch Pistazien, Mandeln, Haselnüsse etc. ersetzen; auf manchen Speisekarten im Alpenraum findet man sogar Halbgefrorenes aus Fichte, Lärche und Latschenkiefer), diese in einer Pfanne kurz geröstet, herausgenommen und dann in 100 g geschmolzenem Zucker schnell karamellisiert. Die Masse wird dann auf Backpapier gelegt, damit sie abkühlen kann. Anschließend wird sie in einer Küchenmaschine fein gehackt (ich habe Continue Reading

Frühstück à la Attila Hildmann

Attila Hildmann hier, Attila Hildmann dort – der Name des Mannes, der “Deutschlands Vegankoch Nr. 1″ (MDR) und “Jamie Oliver nur ohne Fleisch” (SAT.1) genannt wird, ist derzeit in aller Munde. Und von ihm und seiner veganen Küche ist nicht nur in den Medien die Rede, sondern auch in privaten Gesprächen mit Freunden oder in den sozialen Netzwerken. Sein Name taucht immer wieder auf. Mit einem Wort: Er – und damit vegane Ernährung – scheint derzeit omnipräsent.

Mini-Crunch Pancakes mit Himbeer-Joghurt-Eis

Mini-Crunch Pancakes mit Himbeer-Joghurt-Eis

Was steckt eigentlich hinter diesem ganzen Rummel, habe ich mich gefragt, und mir Hildmanns Buch “Vegan for fit” besorgt. Es ist weniger klassisches als vielmehr Fitness-Kochbuch. Es ist eine Herausforderung, ein Ansporn.  Continue Reading