Ganz oder gar nicht: Gute Gabeln sagt Tschüss!

Liebe Leserinnen und Leser,

nach fast vier Jahren des Bloggens auf www.gutegabeln.de habe ich mich entschlossen, diesen Blog einzustellen.

Das hat triftige Gründe: Die Foodblogger-Szene hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Blogger werden immer professioneller, Marketing- und PR-Agenturen arbeiten mit Bloggern immer häufiger zusammen. Eigentlich müsste man als erfolgreicher Blogger einige Mitarbeiter einstellen, um alle Anfragen beantworten, alle Posts schreiben und allen Content produzieren zu können. Nebenher bloggen und einen Hauptberuf ausüben ist nicht mehr.

Kurzum: Es bedarf großer personeller und zeitlicher Ressourcen. Beides steht mir nicht zur Verfügung und ich habe gesehen, dass ich, wenn ich weiterhin aktiv und erfolgreich bloggen möchte, es entweder ganz oder gar nicht machen sollte. So hoch ist mein Anspruch an Qualität.

Hinzu kommt, dass ich beim Bloggen eigentlich gar nicht mehr zu dem komme, was mich wirklich interessiert: Die Freunde und das Interesse am Kochen. Zu viel Zeit geht für fotografieren, schreiben und die Planung des nächsten Posts verloren. Viel zu wenig Zeit bleibt für vertiefte Beschäftigung, Produktwissen, Experimentieren und Improvisieren.

Ich ziehe mich also dorthin zurück, von wo ich, kulinarisch gesprochen, gekommen bin – an den Herd – und hoffe, wieder mehr kochen und leben zu können. Jenseits des Internets, im Hier und Jetzt.

Liebe Leserinnen und Leser, danke für die Treue. Es hat wirklich Spaß gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, weiterzuziehen und Neues zu wagen.

Beste Grüße

Andreas

Kühler Küchenhelfer: Der praktische Kochhandschuh von KitchenGrips

Sponsored Post. In der Küche wird oft mit sehr heißen Gegenständen hantiert: mit Schmortopf, Auflauf- und Kuchenform, mit Backblech oder heißen Schalen. Töpfe und Formen muss man dabei schnell greifen oder aus dem Ofen nehmen, wozu man meist ein Geschirrhandtuch zweckentfremdet oder Topflappen benutzt. Man kennt das Problem: diese Stoffe werden schnell schmutzig, getränkt von Saucen, geschmolzenem Käse oder Kuchenteig. Man muss sie in die Waschmaschine geben und heiß waschen damit sie wieder sauber werden. Ich hatte meine Zweifel, ob die Vorteile des KitchenGrips-Küchenhandschuhs, den ich über den Online-Shop WIE EINFACH! erhalten habe, im Vergleich zu meinen Topflappen und Stoffhandschuhen überwiegen, war jedoch positiv überrascht, nachdem ich den Handschuh zwei Wochen getestet habe.

Kochhandschuh2

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Flohmarkt und T-Bone-Steak

Es gibt immer einen guten Grund, ein Steak zu essen: Vergangenen Samstag haben wir bei den Münchner Hofflohmärkten teilgenommen und unseren alten Plunder versetzt. Dieses Ereignis haben wir zum Anlass genommen, Freunde einzuladen und die Grillsaison zu eröffnen. Auf den Tipp eines Kollegen hin habe ich die rund 30 Kilometer nach Pastetten auf mich genommen, um dort bei einer renommierten Dorfmetzgerei ein rund 700 g schweres T-Bone-Steak zu kaufen (für mich übrigens T-Bone-Premiere).

Hofflohmarkt Neuhausen

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Mind-blowing: Ein Schlaues Buch für Großstadtköche

Die Begeisterung für manche Dinge liegt in der persönlichen Biografie begründet. Daher muss ich zu Beginn dieser Kochbuchkritik einen kurzen Blick zurückwerfen: Als ich ein kleiner Bub war, begeisterten mich vor allem Geschichten von Abenteurern (Winnetou und Old Shatterhand, Allan Quatermain, Indiana Jones) und Überlebenskünstlern (Rüdiger Nehberg), die oftmals, ganz auf sich allein gestellt, der rauen Natur die Stirn boten. Noch bevor ich selbst Pfadfinder wurde und meine Schulferien wandernd und holzhackend in den Wäldern verbrachte, nannte ich ein Abenteuer- und Survivalbuch mein Eigen, das dem Schlauen Buch, dem fiktiven Pfadfinder-Handbuch des Fähnlein Fieselschweif aus Entenhausen nachgeahmt war. Es hieß: Geheime Tips von Donald Duck.

Geheime Tipps von Donald Duck

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Jakobsmuscheln mit Rosinen-Kapern-Sauce

Es gibt einen Foodblog, den ich besonders schätze, weil ich dort immer Rezepte finde, die zwar alltagstauglich, aber dennoch, was die Handwerklichkeit angeht, sehr hochwertig und ausgeklügelt sind: auf Highfoodality ist das kein Widerspruch. Dort habe ich auch ein Rezept gefunden, das ich spontan ausprobiert habe: Jakobsmuscheln mit Blumenkohl und Rosinen-Kapern-Sauce. Der Blumenkohl, wie er im Rezept verwendet wird, war leider aus, doch das Besondere an diesem Rezept ist offensichtlich die etwas ungewöhnliche Verbindung von Kapern und Rosinen.

Jakobsmuschel mit Kapern-Rosinen-Sauce

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Scharf und schneidig: Der Messerschleifer mit Keramikrollen von Victorinox

Sponsored Post. Schon seit Längerem habe ich so meine Schwierigkeiten mit der Schärfe meiner Küchenmesser. Dabei ist die Schärfe bei der Zubereitung vieler Gerichte eine wichtige Grundvoraussetzung. So zum Beispiel beim Filetieren von Fischen. Ohne ein scharfes Messer kann das Unterfangen schnell missglücken. Ich habe zwar immer einen stabförmigen Abziehstahl parat, doch die Handhabung, die in vielen YouTube-Videos erklärt wird, finde ich recht umständlich und langwierig. Da trifft es sich also gut, dass mir nun ein Messerschärfer mit Keramikrollen zum Produkttest angeboten wurde, der sehr einfach zu handhaben ist.

Messerschleifer mit Keramikrollen - von vorne

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Ein Hauch von Wald: Halbgefrorenes von der Kiefer

Vor Kurzem habe ich ein Interview mit dem Schweizer Foodscout Dominik Flammer zu dessen neu erschienenem Buch “Das kulinarische Erbe der Alpen – Das Kochbuch” geführt (wird hier in Kürze veröffentlicht). Es handelt sich dabei um den Folgeband zum Buch “Das kulinarische Erbe der Alpen”, das ich bereits im vergangenen April hier vorgestellt habe. Ein Rezept aus diesem neuen Kochbuch hat mein Interesse in besonderer Weise geweckt: Das Halbgefrorene von der Lärche, der Fichte und der Latsche. In München habe ich in einem Spezialgeschäft, dem legendären “Kräuter- und Wurzelsepp“, 200 g Kiefernsprossen für mein etwas abgewandeltes Halbgefrorenes von der Kiefer gekauft.

Kiefernsprossen

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Ein neues Verständnis von Bier

Vom 21. bis 23. Februar fand in München die dritte Braukunst Live! statt. Ich habe der Messe einen Besuch abgestattet und dort ein kurzes Gespräch mit dem Veranstalter Frank Böer über die Braukunstszene geführt.

Gute Gabeln: Herr Böer, seit der letzten Braukunst Live! im vergangenen Jahr konnten Sie einen Besucheranstieg von rund 60 Prozent verzeichnen. Das ist allerhand. Wie erklären Sie sich dieses rege Interesse am Thema Braukunst?

Braukunst Live!

BRAUKUNST LIVE!/ Mette Photography

Frank Böer: Diese Zahlen sind klarer ein Indikator dafür, dass das Thema beim Publikum sehr gut angenommen wird. Die Leute erkennen, was wir hier inszenieren, nämlich dass Bier etwas Junges ist, etwas Internationales, etwas sehr Kreatives, etwas Innovatives – bei aller Tradition – und dass rund um das vermeintlich so bekannte Thema Bier augenblicklich eine große Aufbruchstimmung herrscht, hier in Deutschland und in Bayern. Das demonstrieren und inszenieren wir bei der Braukunst Live!. Und das verstehen die Leute. Deshalb gehen wir hier durch die Decke. Continue Reading

Schokoladensalami alla bolognese

Schokoladensalami – nein, das ist keine Schweinerei wie etwa die Sanguinaccio dolce aus der italienischen Basilikata, eine Schokoladencreme, die mit frischem Schweineblut aromatisiert wird. Schokoladensalami oder auch Salame al cioccolato habe ich letztes Jahr in Bologna gegessen. Dort gilt sie als lokale Spezialität und wird in nahezu jeder Konditorei angeboten. Mit einer Salami hat sie höchstens ihre Form gemein. Weil mich diese Woche die Italiensehnsucht packte und ich jemandem eine kleine Freude bereiten wollte, habe ich mich an der Bologneser Schokoladensalami versucht. 

Schokoladensalami1

Zunächst zerbröselt man ca. 300 g Butterkekse. Dann lässt man 150 g Butter schmelzen (Zimmertemperatur). Dann werden 200 g Bitterschokolade oder Kuvertüre im Wasserbad erhitzt. Die weiche Butter wird nun mit 100 g Zucker zu einer Creme verrührt. Continue Reading